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Demokratie im Untergang

Wie ehemalige Demokraten das demokratische Erbe verjubeln

B. St. Fjøllfross. Havelsee. Wahrscheinlich sind es nunmehr die explodierenden Energiepreise, welche der Wirtschaft, damit der Versorgungssicherheit und damit der demokratischen Stabilität Deutschlands den Rest geben.

Zipfelmützen-Michel ist geduldig und im übergewichtigen Südwesten des Vaterlandes ist noch genug Masse zum Einschmelzen vorhanden. Doch es ist eine alte Weisheit: Überschreite als Staatswesen mit der Ausplünderei des Volkes eine rote Linie – und die Stimmung kippt. Der Bauernkrieg gibt uns entsprechende Hinweise.

Nun ist das mit der Übergriffigkeit eines Staatswesens so eine Sache. Natürlich muss sich ein Gemeinwesen organisieren, Regeln und Gesetze aufstellen und erlassen, um das allgegenwärtige Konfliktpotential zu mindern. Es muss eine Exekutive vorhalten, um diesen Regelungen Geltung zu verschaffen. Es soll die Prosperität im Gemeinwesen unterstützen, indem es den Zugang zur Bildung und Gesundheitsfürsorge ermöglicht, die Infrastruktur unterhält und verbessert, seine alten und erwerbsunfähigen Mitgliedern ein lebenswertes Dasein ermöglicht und einiges andere mehr.

Dafür braucht es die gemeinsamen Aufwendungen Vieler und dieses Erfordernis spiegelt sich in der obligaten Erhebung von Steuern und Abgaben.

Natürlich müssen auch Verwaltungskontrollorgane existieren, die über eine sachgemäße und sich im Rahmen bewegende Verteilung dieses Gemeinvermögens auf die einzelnen Bedarfsposten wachen, sowie dem Ganzen eine Richtung vorgeben.

Das Problem ist, dass die Spitzen einer Verwaltung und deren Kontrollorgane immer mit einer gewissen Machtbefugnis ausgestattet sein müssen, weil alle Entscheidungen, die zu finanziellen Lasten der Menschen gehen, zwangsläufig unpopulär sind.

In die DNS jener Macht aber ist ihre unverhandelbare Tendenz zur Verselbstständigung felsenfest eingeschrieben. Das wohl prägnanteste Beispiel unseres Kulturraumes ist anhand der Entmachtung der Merowinger durch ihre fränkischen Hausmeier zu studieren. Es warnt mit deutlichen Hinweisen.

Die Hausmeier waren zunächst schlicht und ergreifend Aufsichtspersonal über das Gesinde und eine Art Guts-VERWALTER! Sonst gar nichts. Sie verwalteten das Vermögen ihrer Herrschaft.

Dabei erarbeiteten sie sich Kompetenzen, über welche die Herrscher in zunehmend geringerem Maße verfügten, da sie ja mit dem politischen Tagesgeschäft hinreichend befasst waren und die Delegierung der verwaltungstechnischen Angelegenheiten eine notwendige Entlastung darstellte.

Eine eigene, daraus resultierende Machtstellung führt jedoch in der überwiegenden Anzahl aller Fälle zu einem Verlust an Loyalität und einem zunehmenden Bestreben an selbstständiger Machtausübung. Darüber mochte der unglückliche König Childerich III. in seiner unverschuldeten Klosterhaft in Sithiu in schlaflosen Nächten nachgedacht haben.

Nach den schrecklichen Erfahrungen des deutschen Nationalsozialismus und seiner zentralistischen Terrorherrschaft erschien es den Vätern und Müttern des Grundgesetzes ratsam, diese historisch fundierten Erkenntnisse in den Gestaltungsrahmen der aus der Taufe zu hebenden zweiten Demokratie einfließen zu lassen.

Ein föderalistisches System, das einst im Dreißigjährigen Kriege seine entsetzliche Schwäche offenbarte, sollte nunmehr einer staatlichen Übergriffigkeit entgegenwirken und endlich seine positiven Aspekte unter Beweis stellen dürfen.

Das Grundgesetz wurde mit starken Abwehrmitteln ausgestattet, welche den Bürger gegen den Staat – der nichts anderes ist, als des Bürgers Verwaltung und diesem also folgerichtig dienstbar zu sein hat – zu stärken, wenn dieser Staat sich unterfängt, seine Machtfülle zu Lasten der Bürger auszudehnen.

Allerdings ist das Grundgesetz auf Papier geschrieben- Findet sich niemand, der ihm Geltung verschafft, keine Judikative, keine Exekutive, dann ist es nur wertloses Papier – wertloser als ein Fünfzig-Milliarden-Reichsmarkschein aus der Inflationszeit.

Wir haben das während des massiven Flüchtlingszuzugs nach 2015 und der nachfolgenden Corona-Zeit bemerkt, in welchen die Rechte der Bürger bis zum Abwinken eingeschränkt wurden und das Grundgesetz zur Makulatur verkam. Wir sahen das nach dem Einmarsch der russischen Truppen in der Ukraine, als sich Staatsorgane anmaßten, Sympathisanten Russlands mit dem Verlust ihrer Freiheit, also ihres zweithöchsten Gutes nach ihrem Leben, zu bedrohen, nur weil sie sich der gewünschten Feindseligkeit gegen Russland offensiv verweigerten.

Gerade die Meinungsfreiheit ist in einem demokratischen System eines der schützenswertesten Güter.

Natürlich muss auch diese eingeschränkt werden, insofern sie das Gemeinwesen in seinem friedlichen Zusammenleben bedroht. Der Nationalsozialismus hat die unauslöschliche Präzedenz geliefert, dass es sich bei dieser Gesellschaftsordnung um eine tödliche, mörderische, menschenverachtende Ideologie handelt, die nicht nur über viele Völker Europas, sondern auch über das eigene Volk unaussprechliches Elend brachte. Damit hat sich sich diese Form des Zusammenlebens für alle Zeiten diskreditiert und unterliegt zurecht den schärfsten Sanktionen.

Mit Russland ist das aber eine grundsätzlich andere Geschichte. Deutschland und seine Vertreter haben allen Grund, sich vor Russland, wie auch vor Israel, bis in alle Ewigkeit in Grund und Boden zu schämen und einfach mal die Fresse zu halten!

Darüber hinaus verdanken sie dem Wohlwollen Russlands die deutsche Wiedervereinigung und mit allen Völkern der Welt gemeinsam die Rettung der menschlichen Zivilisation durch die Genossen Offiziere und Rotarmisten Archipow und Petrow in den Jahren 1962 und 1983. Das waren nicht die Yankee-Helden aus Zelluloid und Hollywood – das waren Russen!

Doch gegen derlei Erkenntnisse sind die hirngewaschenen und ansonsten bildungsresistenten, deutschen, transatlantischen "Eliten" völlig immun.

Sie sind zu Satrapen der USA herangezüchtet worden und insofern bereit, selbst das eigene Volk ins Verderben zu stürzen, wenn es nur den Interessen Washingtons dient.

Unserer Ansicht nach hat sich jeder Vertreter dieser Eliten bis hin zum Bundeskanzler, der einen Amtseid geleistet hat, eines Verbrechens gegen den Artikel 56 GG schuldig gemacht, was allerdings leider kein justitiables und verfolgbares Verbrechen gemäß § 154 StGB darstellt. Honi soit qui mal y pense!

Im Augenblick des Verfassens dieses Aufsatzes gehen sich die Führungskräfte der Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland gegenseitig an die Gurgel wie die in die Ecke getriebenen Dorfköter, wenn ein Buchenknüppel zwischen sie rast. Einesteils sind sie nicht blind genug um zu verkennen, dass die ersten Blubberblasen eines zunehmend kochenden Volkskörpers aufsteigen. Andererseits ist ihnen klar, dass der Karren mittlerweile so tief im Dreck steckt, der Kahn solche Breitseite hat, dass da nichts mehr zu lösten ist.

Der Ofen ist aus und wenn die Matrosen vor dem Mast das Achterdeck stürmen, möchte sich von den Gaunern, die sich vorher um den Platz am Ruder prügelten, keiner mehr auf der Brücke erwischen lassen. Wir sahen das, als sich die Mitglieder der Naziregierung im Frühjahr 1945 auf allen erdenklichen Wegen abzuseilen versuchten; wir sahen dass, als Politbüro und Zentralkomitee der SED im Herbst 1989 ihre einst führenden Pappköpfe fallen ließen und zum Teufel jagten, in der Hoffnung, den eigenen Hals noch aus der Schlinge zu bekommen.

Diese unfähigen Negativ-Eliten haben sich verkalkuliert, verzockt und konnten nicht wahrhaben, dass sie einem Pfad der Ideologie folgten, der zwangsläufig jede Gesellschaft in den Abgrund führt. Nein – Ideologen, das sind bloß immer die anderen!

Die letzten, die noch ein paar Synapsen aktivieren konnten – und der Bundespinocchio gehört zweifelsohne zu denen – ließen sich von idiotischen Ideologen vor sich hertreiben, weil sie sich einem von der breiten Masse getragenen Pragmatismus aus ebenso ideologischen Gründen partout verweigern. Merz wurde nicht freiwillig zum Bundespinocchio – das hat der sich anders vorgestellt, dessen sind wir sicher.

Nun hat er es zum unbeliebtesten, vertrauensunwürdigsten und damit generell zum unwürdigsten Bundeskanzler aller Zeiten gebracht und sogar noch dem farblosen Olli Scholz zu einem besseren Platz im Gedächtnis der Deutschen verholfen. Selbst in seiner eigenen Truppe beginnen die Ersten, Weitsichtigsten nach den Rettungsbooten zu schielen.

Lässt er Katharina Reiche über die Klinge springen, um den wirklich üblen Lars Klingbeil bei Laune zu halten, dann leistet er sich unseres Dafürhaltens den letzten Bärendienst.

Die rote Linie ist überschritten. Einer Automobil-Nation wie Deutschland an die Spritpreise zu gehen, ist der wahnwitzigste und selbstmörderischste Irrsinn, den sich eine aus den Fugen geratene und nur noch um sich selbst kreisende Verwaltung leisten kann. Die daraus resultierende Teuerung, die das deutsche Volk für den blinden Kadavergehorsam ihrer transatlantischen "Eliten" gegenüber einem offensichtlichen Irren aus dem Oval Office zu bezahlen hat, führt zu zunehmendem Hass auf diese Leute.

Sie führt zur zunehmenden Ablehnung des Systems, das blöderweise mit einer Demokratie gleichgesetzt wird, obgleich sie das schon lange nicht mehr ist: Alle vier Jahre an eine Wahlurne treten zu dürfen, um dort für eine Politik abzustimmen, um welche man dann aber trotz erzielter Mehrheiten betrogen wird – das hat mit Demokratie noch exakt so viel zu tun, wie es die Jasager-Bude Volkskammer mit ihren DDR-Scheinwahlen hatte.

Wie in der DDR wurden existente Probleme zu lange schlichtweg geleugnet, ihre Verkünder diskriminiert und kalt gestellt. In der DDR war es die Umweltverschmutzung und die eklatante Versorgungslage – hier sind es Probleme mit der Migration und der Verschleuderung von im Inland dringend benötigten Finanzen in alle Welt für sinnlose Projekte.

In der Bundesrepublik hat sich eine regulierungswütige und überregulierte Staatsverwaltung politische Macht im selben Umfang angemaßt, wie einst die karolingischen Hausmeier. Sie hat sich vom Diener des Volkes zu dessen Feudalherrscher mit Tendenzen zum Absolutismus aufgeschwungen. Sie führt das Land mit zunehmenden Repressionen gegen dessen Bürger in den sicheren Untergang.

Selbst wenn die AfD als einzig relevante Alternative das Ruder übernimmt, dann erbt sie einen lecken Seelenverkäufer, statt des einstigen Luxusliners. Sie übernimmt unüberwindbare Probleme und gibt die eigene komfortable Oppositions-Position ohne eigene Verantwortung auf, nur um sich zwangsläufig am Ende selbst zu demontieren.

Was dann kommt? Man sehe auf die Endjahre der Weimarer Republik. Schnell wechselnde Regierung mit Kabinetten, deren Personalkarusselle sich mit schwindelerregender Geschwindigkeit drehen, Straßenkämpfe, Militarisierung weiter Teile der Bevölkerung, und zu allem Elend wird noch eine zunehmende Ablehnung durch das Ausland erfolgen, eine internationale Isolation, auf der Verachtung fußend, welche Deutschland nach dem letzten Kriege zurecht erfuhr. Denn Deutschland war nur solange gelitten, wie es Geld hatte, hartes Geld und in technologischer Hinsicht führend in der Welt, auf dem Weltmarkt begehrte Produkte anbietend.

Auch das ist vorbei. Die gegenwärtige Generation ist zum überwiegenden Teil verweichlicht, verblödet und leistungsunwillig. Da ist nichts mehr zu holen!

Das deutsche Volk ist nunmehr in derselben schmachvollen Situation, wie einst Childerich III. Einem machtvollen europäischen Herrschergeschlecht entstammend, welches drei Jahrhunderte lang die europäischen Geschicke dominierte, musste er sich schmachvoll das Haar scheren lassen und wurde danach kaltgestellt.

Zu lange hatte dieses Geschlecht seit Dagobert seinen Hausmeiern zu viel Macht überlassen. Die Quittung fiel vernichtend aus.

So hat auch das deutsche Volk seiner politischen und ökonomischen Verwaltung schleichend mehr und mehr Macht überlassen, seine Rolle als Souverän nur noch auf dem Papier behauptend.

So konnte der ehemalige Diener und Hausmeier "Regierung" im Jahre 2015 erstmalig den Aufstand proben, diese Anmaßung in den Corona-Jahren in Beton gießen und seit dem Russland-Ukraine-Krieg unverhohlen diktatorische Macht übernehmen, das deutsche Volk quasi am Haupthaar scheren und als dummen, machtlosen Michel ins Kloster schicken.

Ginge es anders? Natürlich ginge es anders. Man besehe sich den funktionierenden Nachbarn – die Schweiz! Aber der deutsche Michel hängt in differenten, obrigkeitshörigen, biedermeierlichen Traditionen fest. Er will nicht über sein eigenes Schicksal befinden – er will gesagt bekommen, wie er leben soll. "Führer befiehl – wir folgen dir!" – da hat sich der deutsche Duckmäuser-Spießer-Untertan am wohlsten gefühlt. Bis ihn der Gröfaz in die Scheiße geführt hat. Wenn er daraus wenigstens gelernt hätte! Hat er aber nicht. Ihm ist wohl nicht mehr zu helfen.

Was dann kommt? Wir denken mal – die Scharia!

32. Volumen
© B.St.Ff.Esq., Pr.B.&Co,2003
11.04.2026