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B. St. Fjøllfross. Havelsee. Es gibt ein Brettspiel, von dem man sagt, es sei dem Schach ebenbürtig. Dieses Spiel kommt aus Asien und man nennt es GO. Die Alten Chinesen haben es erfunden und es bezeugt, wie viele andere ihrer genialen Einfälle, den überragenden Grips der Töchter und Söhne des Reiches der Mitte. Im Schach gehen zwei Armeen mit Soldaten und Offizieren aufeinander los. Ziel ist es, den feindlichen König matt zu setzen. GO dagegen ist ein Umzingelungsspiel. Hier geht es nicht um die Vernichtung des Feindes. Er wird in einer Art tödlichen Umarmung erstickt, die eigenen Domänen werden zu Lasten des Feindes vergrößert. Am Ende siegt, wer die größten Gebiete erobert und die meisten Gefangenen gemacht hat. Der Westen spielt Schach – der Osten GO. Wir versteigen uns zu der Prognose, dass GO das erfolgreichere Spiel sein wird – auf dem Spielbrett sowohl, wie auch auf der internationalen politischen Bühne. Die zunehmende Dominanz der Chinesen in Afrika scheint unser Orakel zu untermauern. Der Mandrill aus dem Oval Office spielt mutmaßlich weder das eine noch das andere. Seine Waffe ist im übertragenen Sinne der 45er Colt und wenn dessen Magazin leer ist, dann ist auch er am Ende seiner Möglichkeiten. Der Kaiser von China, Herr Xi, weiß das alles ganz genau. Die Strategen aus der Verbotenen Stadt beobachten und analysieren die Dynamik der politischen Kräfteverschiebungen in den Vereinigten Staaten unter dem Eindruck der zunehmend schwächelnden Wirtschaft mit der Präzision ihrer Vorfahren, wenn diese ihr riesiges Land vermaßen und nebenbei die nächste Mondfinsternis voraussagten. Der Irre hat sich grandios verzockt. Seine tolldreiste Unberechenbarkeit halfen den Dollar als Weltwährung abzulösen, weil sich jeder, der noch bei Sinn und Verstand ist, in die Leitwährung der BRICS-Staaten flüchtet. Seine wahnwitzige Zinspolitik brachte der amerikanischen Wirtschaft nur eine kurzfristige Atempause. Auf lange Sicht geht sie den Bach runter, weil die anderen eben auch ein paar Schrauben haben, an denen sie mal ganz kräftig drehen können. Kanonenbootpolitik funktioniert auch nicht mehr. Die anderen haben zwar nicht so viele Flugzeugträger, dafür aber weitaus mehr Menschen und Ressourcen. Was das intellektuelle Potential betrifft, holen sie kräftig auf, können aus einer viel größeren Masse schöpfen, sind aufgrund ihrer nach westlicher Ansicht demokratieferneren Systeme in der Lage, gefasste Entschlüsse schnell und energisch ohne viel Tamtam und Diskussionen umzusetzen. Dass Kanonen und Bomben, Panzer, Torpedos, Armbrüste, Hellbarden und Trebuchets in den kommenden Auseinandersetzungen nicht mehr die Mittel der ersten Wahl sind, ist ihnen auch klar. Warum ein Kraftwerk bombardieren, wenn man es über das Internet lahmlegen kann? Es muss noch vereinzeltes Personal im Weißen Hause geben, das noch nicht völlig den Verstand verloren hat. Wahrscheinlich haben diese Leute noch so viel Einfluss auf den durchgeknallten Primaten, dass sie ihn bewegen konnten, nach Peking zu reisen, um dem Kaiser von China seine Aufwartung zu machen und um schön Wetter zu bitten. Und nun schauen Sie genau hin und denken Sie nach! Was sagt der Umstand, wer wen besucht, über die Stellung des Besuchers und des Besuchten innerhalb der menschlichen Hierarchie aus? Fürst TAKEDA Shingen, 武田 信玄, aus der Zeit der Kämpfenden Reiche in Japan brachte es im 16. Jahrhundert auf den Punkt: Der Berg bewegt sich nicht! Der Kaiser hat aller Welt verdeutlicht, wer der Berg ist. Schon Nixon kam am 21. Februar 1972 zu Mao, weil ihm daheim das Wasser bis zum Halse stand: Der Vietnamkrieg war nicht zu gewinnen, sie mochten bomben und morden, soviel sie wollten. Die Sowjets unterstützten den Vietkong und Nixon griff nach dem Strohhalm, den Keil tiefer zwischen die kommunistischen Brüder einerseits am Amur und unmittelbar damit zusammenhängend an der chinesisch-vietnamesischen Grenze andererseits zu treiben, wobei er den erzgerissenen Kriegsverbrecher Heinzi Alfred Kissinger an seiner Seite hatte. Wenigstens wollte er so die Chinesen aus dem Vietnam-Krieg rauszuhalten. Die hatten den Yankees ja bereits am Yalu das Jackstück vollgehauen. Dann kamen Gerald Ford 1975, Ronald Reagan 1984, Geroge H. W. Busch – der Papa des dressierten Affen – 1989, Billy Clinton 1998, der dressierte Affe in den Jahren 2001, 2002, 2005 und 2008, Obama 2009, 2014 und 2016 und der Irre erstmals 2017. Haben Sie mitgezählt: Trumps zweiter Besuch ist der nunmehr 12. Besuch eines amerikanischen Präsidenten in China. Umgekehrt gab es seit 1979 nur acht Gegenbesuche chinesischer Spitzenpolitiker in den USA. 8:12 … Das verdeutlicht einiges. Der Verrückte hat den Kaiser für den September nach Washington eingeladen. Nun ja, der Perserkrieg lief nicht besonders, den Ukraine-Krieg hat Trump nicht beendet, das Leben in den USA wird täglich auch und gerade für seine Rednecks und Hillbillys täglich teurer, die Kriminalitätsrate sinkt kein bisschen und die Midterms stehen an. Jetzt muss er etwas vorzeigen. Der Kaiser weiß das auch und möglicherweise fliegt er nur nach Washington, wenn der Irre ihm verspricht, seine Hand von der Insel Formosa abzuziehen. Taiwan … Wir erinnern uns … GO, das Strategiespiel. Es ist anzunehmen, dass der Kaiser und seine Getreuen exzellente GO-Spieler sind. Zumindest auf internationalem Parkett liefern sie diesbezüglich wahre Meisterpartien ab. Aufgrund der noch immer bestehenden Stärke des angeschossenen amerikanischen Maniacs reden die Chinesen mit dessen Vertretern wenigstens noch. Brüssel und dessen nationale Protagonisten entlocken ihnen nicht einmal mehr ein Gähnen. Können Sie sich vorstellen, dass der Kaiser in Berlin, in London oder Paris die Gangway herunterkommt? Ernsthaft? Jetzt lachen wir alle schallend, oder? Das sind Städte, die sich einst für die Hauptstädte der Welt hielten – was sie in der damaligen Zeit sicher auch waren. Aber das ist vorbei. Schon das Symptom, dass unsägliche Personalien und drittklassige politische Statisten wie Kallas, Flintenuschi oder eine Annalena Baerbock das Ruder Europas in den Händen hielten und immer noch halten, spricht dafür, dass der einstige stolze Supertanker „Europa“ nur noch ein rostiger Seelenverkäufer ist, dessen einzig lohnenswertes Ziel eine Abwrackwerft in Chittagong/Bangladesch sein wird. Gerade Baerbock hat mit ihrem dämlichen Geschwätz in China so viel Porzellan zerschlagen, dass da auf Jahrzehnte nichts mehr zu löten sein wird. Es gibt auch nicht viel, woran die Chinesen in Europa noch interessiert sein könnten. Was attraktiv war, haben sie längst über Industriespionage geklaut, kopiert, zwischenzeitlich massiv verbessert oder aufgekauft. Die Weide ist abgegrast. Lass liegen! In ihrer unsagbaren Blödheit und im Mittelalter steckengebliebenen Arroganz haben die Europäer ihren letzten natürlichen Schutzschirm und Versorger, den Bären, auf das Übelste verprellt und ihn geradezu in die Arme des Drachen getrieben. Selbstmord aus Idiotie – anders lässt sich diese Tragödie nicht mehr übertiteln. Ein Erbe des Alten Kontinents aber wird überdauern – einfach, weil sein empirisch gewonnener Wahrheitswert nicht zu widerlegen ist: Darwins Evolutionstheorie: Das Überleben des Fittesten – nicht des Stärksten, nota bene! Der Fitteste ist derjenige, welcher die besten Antworten auf die Herausforderungen des Daseins zu geben weiß. Als guten Indikator für solche Gewinner im GO des Lebens kann man durchaus die Sparsamkeit im Energieverbrauch betrachten, mit dem diese Leute ihre Ziele anpeilen und erreichen. Wer sich wenig bewegt, verbraucht wenig Energie – der Berg bewegt sich nicht. Dem Irren bleibt auf der Treppe zur Großen Halle des Volkes die Puste weg. Der sieben Jahre jüngere Kaiser, an dem sich der Präsident der Vereinigten Staaten festhalten muss, strahlt glückselig. Der Kaiser – höflich und über alle Maßen geschickt – gewährt seinem erschöpften Gast eine generöse Verschnaufpause und erklärt ihm, die Blamage diskret kaschierend, das Stadtpanorama. Er redet, gestikuliert und Trump nickt gequält. Zuvorkommender Anstand wird zu einer sublimen Demütigung von Format. Das Bild spricht Bände und sagt – alles! |
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| 33. Volumen |
©B.St.Ff.Esq., Pr.B.&Co,2003 16.05.2026 |